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Volksbank RheinAhrEifel zeichnet Engagement für die Heimat aus

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Martinsmarkt in Löhndorf

Der JHV war natürlich auch mit dabei

 

LÖHNDORF. Der Sternekoch Stefan Krupp vom Brogsitters Weinhaus St. Peter, seit 23 Jahren in Löhndorf daheim, hielt beim Bürgerempfang zum 22. Löhndorfer Martinsmarkt die Festrede. Und um sein Metier ging es dann auch beim 22. Löhndorfer Martinsmarkt: „Kochen und Backen“, das Thema legten Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Volker Holy und der Festausschuss um Archivar Friedhelm Münch vor Monaten fest. „Was Löhndorf ausmacht, ist dieser besondere Zusammenhalt. Hier wird Tradition gelebt und jeder wird automatisch eingebunden“, so Stefan Krupp in seiner Rede im zum Bersten gefüllten Gemeindehaus.
Zur Feier des Martinsmarktes gehörte natürlich auch – zur Freude des Publikums – die Geschichte des St. Martins mit der Mantelteilung, den die Kindergartenkinder aufführten. Auch der Männergesangverein Liederkranz unter der Leitung von Julian Thiem erfreute mit Liedern wie „Die Rose“, aber auch mit dem umgetexteten Höhner-Song „He Löhndorf, Du bes e Jeföhl“.
Zum Löhndorfer Martinsmarkt gehört neben Bürgerempfang und Martinsmarkt  auch immer eine Ausstellung, in diesem Jahr passend  zum Thema „Kochen und Backen“ – aus allen Jahrzehnten: vom Thermomix, über einen Minibackofen aus den 1930er Jahren bis zum Kohleherd und von Sammeltassen, bis zur „Bunne-Fitschmaschin“. Und da bekanntlich Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, boten die Ständen unzählige Leckereien, die die Löhndorfer und ihre Besucher bis in den späten Abend beim Klönen und Probieren zusammenstehen ließen. Natürlich durfte der Jugend-Hilfe-Verein, deren Vereinsvorsitzender Friedhelm Münch ist, auch nicht fehlen. Hier wurde pikanter Grünkohl mit Mettenden und duftende Feuerzangenbowle und – für die Süßschnäbel selbstgebackene Plätzchen – alles von unserem „Spitzenkoch“ Walter Korb und eine leckere Kürbissuppe von Geschäftsführerin Petra Rademacher mit viel Liebe vorbereitet. Die Projektteilnehmer und Pädagogen hatten viel Spaß im Stand und kamen mit vielen Löhndorfern und Besucher ins Gespräch.

EQ in Dernau begonnen

Projektleiterin Beate Stahl, Bernd Liedke, Malek Alahmad, HWK-Ausbildungscoach Claudia Wildermann und Maik Rönnefarth (v.l.). Foto:JHV

DERNAU. Stolz unterschrieb Malek Alahmad seine Einstiegsqualifikation (EQ) als Maler und Lackierer bei den „Holzwürmern“ in Dernau. Der junge Familienvater lebt seit drei Jahren in Deutschland und spricht schon sehr gut Deutsch. Durch eine Betriebsbesichtigung bei der Schreinerei Rönnefarth kam der Kontakt zwischen Malek Alahmad  und den „Holzwürmern“ zustande. Nach Bewerbungstraining und Vorbereitung auf den Beruf im JHV absolvierte der 22-Jährige ein Praktikum in der Schreinerei und konnte am 1. Oktober dort als EQ-ler übernommen werden. Während der Einstiegsqualifizierung besucht er – ebenso wie ein Auszubildender – ein- bis zweimal pro Woche die Berufsschule und absolviert die praktische Ausbildung im Betrieb. Nach einem Jahr kann ihm das EQ – je nach Leistung – angerechnet werden und er kann dann ins zweite Ausbildungsjahr übernommen werden. Ausbildungsleiter Maik Rönnefarth, Ausbilder Bernd Liedke, Claudia Wildermann von der Handwerkskammer Koblenz und Beate Stahl vom Jugend-Hilfe-Verein freuten sich mit dem jungen Syrer.

Alt und Jung im Austausch

Seniorenmittagstisch Löhndorf besuchte den Jugend-Hilfe-Verein

Friedhelm Münch begrüßte die Senioren im JHV. Foto: JHV

AHRWEILER. 27 Senioren vom Seniorenmittagstisch „Nicht einsam – sondern gemeinsam“ Löhndorf besuchten auf Einladung von Friedhelm Münch den Jugend-Hilfe-Verein. Der gebürtige Löhndorfer und langjährige Ortsvorsteher (1989-2014) des Rosendorfes ist seit 2014 Vorsitzender des Vereins und vor kurzem in seiner Funktion bestätigt worden. Münch hieß die Senioren auf das Herzlichste willkommen und gab einen kurzen Einblick in die Geschichte des Vereins und des Hauses in der Peter-Friedhofen-Str. 2. „Von Beginn an war das Haus eine Begegnungsstätte der Jugend, ob im 2. Weltkrieg oder später als Jugendherberge, Jugendhaus und nun seit Ende 2013 Heimat des Jugend-Hilfe-Vereins. Hier werden nun junge Menschen für den Einstieg in Ausbildung, Arbeit oder weiterführende Qualifizierung vorbereitet.“ Geschäftsführerin Petra Rademacher und ihr Team freuten sich über den Besuch und das rege Interesse der Senioren an der Arbeit mit den Jugendlichen.  Die Leiterin des Seniorenmittagstisches Elke Brücker bedankte sich bei allen Anwesenden für die Einladung und die freundliche Begrüßung. Bei einem gemeinsamen, von den Teilnehmern vorbereiteten syrisch-deutschen Mittagessen kamen sich Alt und Jung bei interessanten Gesprächen näher und man tauschte sogar Rezepte untereinander aus. Höhepunkt des Nachmittags war ein gemeinsames Singen von deutschen und syrischen Heimatliedern Der Vater einer Teilnehmerin begleitete den Gesang musikalisch auf der Oud, einer arabischen Laute. Ein Lied aus seiner Heimat Syrien sang er gemeinsam mit seiner Tochter, was die Besucher sehr beeindruckte. Die Schilderungen der jungen Frau über den aktuellen Krieg in Syrien  wurde von den ältesten Teilnehmern – über 90 Jahre alt – spontan aufgenommen: „Hier war auch Krieg als wie so alt waren wie Sie. Wir können es gut nachvollziehen.“ So entstand eine besondere Atmosphäre, die für beide Seiten sehr bewegend war.
Nach einer gemeinsamen Kaffeetafel mit leckerem selbstgebackenem Kuchen und arabischem Baklava verabschiedeten sich die Senioren und bedankten sich herzlich für den schönen Nachmittag.

Ein Fels in der Brandung

Ulrich Jablonowski feiert seine 20-jährige Betriebszugehörigkeit

Vorstandsvorsitzender Friedhelm Münch, Mitarbeiter Istvan Repka, Jubilar Ulrich Jablonowski, Geschäftsführerin Petra Rademacher und Mitarbeiter Jaroslaw Duda (v.l.). Foto: JHV

AHRWEILER. Eine kleine Feierstunde richtete der Jugend-Hilfe-Verein für den Kreis Ahrweiler für einen langjährigen Mitarbeiter aus: Ulrich Jablonowski ist dem Verein seit 20 Jahren treu und das nicht nur durch seine Mitgliedschaft, sondern vor allem durch seine Arbeit im Verein und in der Natur. Seit einem Fünftel Jahrhundert ist er Aushängeschild des JHVs, weithin sichtbar durch den weißen VW-Bus mit dem schwarzen JHV-Logo. Er kümmert sich mit seinen beiden Mitarbeitern Jaroslaw Duda, Istvan Repka und den jungen Teilnehmer/innen um die Natur- und Landschaftspflege im Auftrag verschiedener Städte und Gemeinden im Kreis Ahrweiler sowie sonstiger Auftraggeber. Dazu zählen unter anderem die Beseitigung des Bärenklaus an den Ufern der Ahr, die Pflege von Brachflächen, Feuchtgebieten, Bachläufen, das Anbringen von Zäunen bei der Krötenwanderung und vieles mehr. Vereinsvorsitzender Friedhelm Münch würdigte den Jubilar als engagierten Mitarbeiter, der ein ungeheures Wissen über die Natur besitzt und das auch sehr anschaulich Kollegen/innen und Teilnehmer/innen sowie in den Projekten des JHV weitervermittelt. „Er ist eine große Bereicherung für unseren Verein und ein Fels in der Brandung.“ Durch jahrelange Zusammenarbeit mit seinen Auftraggebern kennen diese ihn als verlässlichen Partner in der Natur- und Landschaftspflege,“ so Münch. Geschäftsführerin Petra Rademacher dankte dem Jubilar für die gute Zusammenarbeit und die langjährige Betriebstreue: „Es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass Mitarbeiter so lange im gleichen Unternehmen tätig bleiben.“
Seit vielen Jahren setzt sich der gelernte Starkstromelektriker und studierte Biologe für den Naturschutz ein: Zunächst in einer Biologischen Station in Nordrhein-Westfalen, wo er auch zeitweise Öffentlichkeitsarbeit in den Schulen betrieb und seit 1998 im Jugend-Hilfe-Verein.  Ulrich Jablonowski freute sich über die lobenden Worte und das Vertrauen des Vereins und der Geschäftsführung ihm gegenüber und möchte den Verein auch weiterhin nach Kräften unterstützen.

Jugend-Hilfe-Verein gut aufgestellt


Die Vorstandsmitglieder mit der Geschäftsleitung: Werner Kasel, Gerd Sebastian, Petra Rademacher, Friedhelm Münch und Horst Gies (v.r.). Foto: JHV

AHRWEILER. Bei der Mitgliederversammlung des Jugend-Hilfe-Vereins bedankte sich der Vorsitzende Friedhelm Münch beim Vorstand, der Geschäftsführerin Petra Rademacher und den Angestellten für die gute Zusammenarbeit und die Entwicklung des Vereins. „Wir sind personell und inhaltlich gut aufgestellt,“ so Münch. Er lobte das enge Zusammenwirken des Vorstands mit der Geschäftsleitung und das Engagement des Personals in punkto Jugendarbeit, Schuldnerberatung und Natur- und Landschaftspflege.
So war es dann auch keine große Überraschung, dass der gesamte Vorstand des Vereins in allen Funktionen wiedergewählt wurde: Vorstandsvorsitzender Friedhelm Münch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Werner Kasel, Beisitzer Horst Gies und Gerd Sebastian.

Jugend-Hilfe-Verein Ahrweiler zu Besuch im Seniorenheim St. Maria-Josef

Jugendliche informieren sich über Ausbildung in der Altenpflege

Jugendliche des Jugend-Hilfe-Vereins Ahrweiler e.V. besuchten im Rahmen des Projektes „Fit für den Job“ und „Fit für den Job – Für Flüchtlinge“ das Seniorenheim St. Maria-Josef um sich mit dem Berufsbild der Pflegekräfte auseinanderzusetzen. Begleitet von der B.A. Pädagogin Eva Jungbluth sowie ihren Kolleginnen Michelle Haufe und Hanna Kriechel führen die Projektteilnehmer Betriebsbesichtigungen zum Kennenlernen unterschiedlicher Berufsfelder durch.
Heimleiter Alfons Busch und Pflegedienstleiterin Olga Atamanova informierten die Anwesenden über das Berufsbild des/r examinierten Altenpflegers/in bzw. Altenpflegehelfer/in und stellten ihnen den Alltag in einem Seniorenheim vor. Dabei gingen sie auf die Vorteile ein, die eine Ausbildung in der Pflege mit sich bringt – ein abwechslungsreicher Beruf mit sicheren Zukunftsaussichten und Aufstiegschancen im sozialen Bereich. Wer sich für einen Beruf in der Pflege entscheidet, sollte sich jedoch auch vorab mit der hohen Verantwortung der Pflegekraft auseinandersetzen. Die Versorgung der Bewohner muss zu jeder Zeit gewährleitet werden, daher sind Wochenend¬-Dienste und der Einsatz an Feiertagen selbstverständlich.
Die Jugendlichen hatten viele Fragen zum Ausbildungsinhalt vorbereitet, so z.B. nach erforderlichen Sprachkenntnissen. Olga Atamanova, die aus Weißrussland stammt, sprach aus eigener Erfahrung über die Anforderungen an das Sprachvermögen in der Altenpflege-Ausbildung: „Das Beherrschen der Sprache ist Grundvoraussetzung um die Ausbildungsinhalte verstehen und umsetzen zu können sowie das Ausbildungsziel zu erreichen“, so Frau Atamanova. Dies gilt auch für den Heimalltag: Der Umgang mit den Bewohnern, die im Seniorenheim ihren Lebensabend verbringen, setzt ein hohes Maß an Empathie und Kommunikationsfähigkeit voraus.
Die 16- bis 25-jährigen Jugendlichen hörten aufmerksam und interessiert zu. Im Anschluss an das Gespräch reflektierten sie die Antworten nochmals mit ihren Betreuerinnen. Ziel des Projektes ist es, die jungen Erwachsenen in modularer Förderstruktur in ihrem Alltag in Deutschland und auf dem Weg ins Berufsleben zu unterstützen. Neben den Betriebsbesichtigungen bieten Sprachförderung, sowie Berufsfelderprobungen, Bewerbungstraining und Praktika in Betrieben der Region Perspektiven auf dem Weg in Ausbildung oder Arbeit.