Unsere Geschichte

1984 bis heute – mehr als 30 Jahre erfolgreiches Wirken

1982
Bildete sich unter Mitwirkung des Jugendhausleiters, Wolfgang Gottschol die SAGA, eine Selbsthilfegruppe arbeitsloser Jugendlicher und Pädagogen. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen Beratung und Unterstützung zukommen zu lassen und erweiterten dieses Angebot durch die Einrichtung einer Jobvermittlung, um damit Verdienstmöglichkeiten zu schaffen. Unter besonderer Mitwirkung des Kreisjugendamtes und der katholischen Jugendzentrale kam es dann.

 

1984
Zur Gründung des Jugend-Hilfe-Vereins. Man suchte nach neuen Wegen, nach Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Zielgruppe des sich neu zu etablierenden Vereins, der sich als Anwalt der jungen Menschen versteht.

 

1988
So bot es sich an, neben der SAGA – Beratungsstelle das Öko-Programm zu übernehmen, für das der Kreis Ahrweiler einen freien Träger suchte. Bei diesem Projekt handelte es sich damals um eine einjährige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit. Damit wurde der Verein auf breitere Füße gestellt. Um die Arbeit des Jugend-Hilfe-Vereins über mehr als 20 Jahre erfolgreich gestalten zu können, bedurfte es ständiger Anpassungen und Veränderungen. Gute Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Institutionen machte es möglich, mit Kreativität und Flexibilität das Fortbestehen zu ermöglichen und die Arbeit noch effektiver zu gestalten.

 

2005
Das „Berufsorientierungsprojekt“ nennt sich „ProFIL“ (pro Fördern, Integrieren, Lernen) und bietet durch Umstrukturierung zudem Orientierungshilfen im handwerklichen, hauswirtschaftlichen und kreativen Bereich.

Das Ausscheiden von Heiderose Heyer im September 2010 hatte Auswirkungen auf die Struktur des Vereins: Ein „Tandem“ übernahm ihre Aufgaben und entlastete zusätzlich den Vorstand in seiner Geschäftsführerrolle. Dazu wurden Andrea Roden als sozialpädagogische Leiterin und Petra Rademacher als Geschäftsführerin verpflichtet.[2]

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Im Herbst 2013 zog der Jugend-Hilfe-Verein vorübergehend in das ehemalige Haus der Jugend in Bad Neuenahr-Ahrweiler an der Peter-Friedhofen-Straße 2 in Ahrweiler um. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hatte zuvor dem Abschluss eines entsprechenden Mietvertrages vom 1. November 2013 bis voraussichtlich Mitte 2014 mit der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler als Gebäude-Eigentümerin zugestimmt. Grund für den Umzug war der bevorstehende Abriss des Hauses an der Rotweinstraße 9a, in dem die Geschäftsstelle des JHV bis dahin untergebracht war. Dort sollte ein neues Gebäude errichtet werden, in das der Verein nach Fertigstellung wieder einzieht.[3]

Mit den Projekten „Globus“ und „Fit für den Job“ mache der Jugendhilfevereins „neue, wertige Angebote für junge Menschen mit persönlichen und beruflichen Problemen.“ Zu dieser Einschätzung kam Landrat Dr. Jürgen Pföhler im März 2014 bei einem gemeinsamen Besuch des Vereins mit Theo Krayer, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Ahrweiler. Kreis und Jobcenter wüssten die Arbeit des JHV „sehr zu schätzen“, unterstrichen Pföhler und Krayer. Deshalb werde der Verein, ein gemeinnütziger und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, seit seiner Gründung im Jahr 1984 fachlich und finanziell unterstützt. Klaus Kniel, Fachbereichsleiter für Jugend, Soziales und Gesundheit in der Kreisverwaltung Ahrweiler, und Jugendamtsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers bezeichneten die neuen Programme als weitere wertvolle Stützen der Jugendhilfe. Die JHV-Vorsitzende Elisabeth Graff sagte, die beiden neuen Projekte, die vom Jobcenter Ahrweiler, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt werden, sollen Hilfen zur beruflichen Aktivierung und Eingliederung für junge Menschen bis 25 Jahre leisten. Geschäftsführerin Petra Rademacher und Silvia Streit berichteten, der JHV betreue darüber hinaus junge Menschen individuell unter anderem bei persönlichen Schwierigkeiten, Verschuldung, Suchtproblemen und Gesundheitsvorsorge betreut. Der JHV übernimmt auch die Erziehungsbeistandschaften und Betreuungsweisungen zusammen mit dem Jugendamt. Zu den beiden Projekten:[4]

  • „Globus“ steht für die Begriffe Gruppen, Lernen, Orientierung, Beschäftigung, Unterstützung, Sozialpädagogische Begleitung. Es handelt sich um eines der Projekte, mit denen der JHV jungen Menschen für den Einstieg in Arbeit, Ausbildung oder eine weiterführende Qualifizierung vorbereitet. Im Zentrum stehen die Themenfelder Bewerbungstraining, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftspflege sowie Metall/Elektro.
  • „Fit für den Job“ vermittelt lebenspraktische Themen in Seminarform. Die Schwerpunkte: Berufsorientierung und Berufsbilderkennung, Optimierung der Bewerbungsunterlagen, Training von Vorstellungsgesprächen, Erprobung unterschiedlicher Praktika, Erwerb beruflicher Qualifikationen. Arbeitsbereiche sind Metall/Elektro, Garten- und Landschaftspflege, Hauswirtschaft. Fortlaufend trainiert werden Deutsch und Mathematik, Biologie und Allgemeinwissen, Computerarbeit sowie Sozialkompetenzen und Arbeitsmethoden.

Anfang April 2014 wählte der Jugendhilfeverein einen neuen Vorstand. Das Votum fiel einstimmig auf Friedhelm Münch aus Löhndorf, sein Stellvertreter wurde Werner Kasel aus Ramersbach. Der neue Kassenwart hieß Paul Nasada aus Köln, für den Bereich Finanzen zeichnete Wolfgangs Grambs verantwortlich.[5]

                      pföhler

Der 30. Gründungstag des Vereins, der Abschied von Elisabeth Graff, die 17 Jahre lang Vorsitzende war und mit Jochen Keller und Gerd Sebastian die Geschicke lenkte, sowie die Einführung des neuen Vorstands mit Friedhelm Münch und Werner Kasel an der Spitze waren Anlass für ein Fest am Freitag, 13. Juni 2014, in der alten Jugendherberge in Ahrweiler. Ein Teil der 42 Jugendlichen, die zu dieser Zeit vom Verein betreut wurden, machte Musik, führte einen Sketch auf und bewirtete die Gäste. „Die Arbeit hat ihren Lohn in sich“, sagte Elisabeth Graff bei ihrem Abschied. „Wir mussten auch bei der Beschaffung von Geld immer sehr kreativ sein. Wir kämpften Jahr für Jahr ums Überleben, oft stand uns das Wasser bis zum Hals“, so Graff. „Sie waren der Motor, Sie haben nie aufgegeben“, lobte Kreischef Dr. Jürgen Pföhler die langjährige Vorsitzende. „Wir haben dem kleinen Verein mit seiner gewaltigen Aufgabe seit 1990 900.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt“, unterstrich Pföhler, der einen Sachkostenzuschuss von 3834 Euro überreichte. Ein Geschenk war auch Doris Grambs, seit 30 Jahren die gute Seele des Jugendhilfevereins, sicher: ein rosa Rosenstock.[6]