Unsere Geschichte

1984 bis heute – mehr als 35 Jahre erfolgreiches Wirken

1982
Bildete sich unter Mitwirkung des Jugendhausleiters Wolfgang Gottschol die SAGA, die Selbsthilfe-Aktions-Gruppe arbeitsloser junger Menschen. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen Beratung und Unterstützung zukommen zu lassen und erweiterten dieses Angebot durch die Einrichtung einer Jobvermittlung, um damit Verdienstmöglichkeiten zu schaffen. Unter besonderer Mitwirkung des Kreisjugendamtes und der katholischen Jugendzentrale kam es dann

1984
zur Gründung des Jugend-Hilfe-Vereins durch den Jugendpfarrer Johannes Stein und dem Pädagogen Hans-Peter Klaes mit Hilfe des Kreises Ahrweiler. Man suchte nach neuen Wegen, nach Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Zielgruppe des sich neu zu etablierenden Vereins, der sich als Anwalt der jungen Menschen versteht.

1988
So bot es sich an, neben der SAGA-Beratungsstelle das Öko-Programm zu übernehmen, für das der Kreis Ahrweiler einen freien Träger suchte. Bei diesem Projekt handelte es sich damals um eine einjährige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für arbeitslose Jugendliche im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit. Damit wurde der Verein auf breitere Füße gestellt. Um die Arbeit des Jugend-Hilfe-Vereins erfolgreich gestalten zu können, bedurfte es ständiger Anpassungen und Veränderungen. Gute Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Institutionen machte es möglich, mit Kreativität und Flexibilität das Fortbestehen zu ermöglichen und die Arbeit noch effektiver zu gestalten.

2001
Zieht der Jugend-Hilfe-Verein aus dem Keller der Grundschule Bad Neuenahr in die Rotweinstraße 9a

2003
Seit Oktober nennt sich die 16. Maßnahme „Berufsorientierungsprojekt“ und vermittelt Kenntnisse im handwerklichen, hauswirtschaftlichen und kreativen Bereich an.

2005
Umbenennung des Programms in „ProFIL“ (pro Fördern, Integrieren, Lernen)

2008
Startet im November mit dem Juristen Ulf Tolksdorf das Projekt „L.O.S.“ (Leben ohne Schulden) gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Mayen, der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle Ahrweiler des Diakonischen Werks des evangelischen Kirchenkreises Koblenz. Ziel dabei sei, die jungen Menschen, aus der Schuldenfalle, in die sie durch Verbindlichkeiten aus Mobilfunkverträgen, Online-Verträgen, Mietschulden sowie Forderungen aus Ratenzahlungskrediten geraten sind, wieder herauszuhelfen.

2010
Das Ausscheiden der langjährigen Mitarbeiterin und Sozialarbeiterin im Ökoprojekt, Heiderose Heyer im September hatte Auswirkungen auf die Struktur des Vereins: Ein „Tandem“ übernahm ihre Aufgaben und entlastete zusätzlich den Vorstand in seiner Geschäftsführerrolle. Dazu wurden Andrea Roden als sozialpädagogische Leiterin und Petra Rademacher als Geschäftsführerin verpflichtet.

2013
Im Herbst zog der Jugend-Hilfe-Verein in das ehemalige Haus der Jugend in Bad Neuenahr-Ahrweiler an der Peter-Friedhofen-Straße 2 in Ahrweiler um. Grund für den Umzug war der bevorstehende Abriss des Hauses an der Rotweinstraße 9a, in dem die Geschäftsstelle des JHV bis dahin untergebracht war.

„Globus“ und „Fit für den Job“, die beiden neuen Projekte des JHV, die vom Jobcenter Ahrweiler, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt werden sollen Hilfen zur beruflichen Aktivierung und Eingliederung für junge Menschen von 16 bis 25 Jahre leisten dazu bei persönlichen Schwierigkeiten, Verschuldung, Suchtproblemen und Gesundheitsvorsorge betreut werden.

2014

  • „Globus“ steht für die Begriffe Gruppen, Lernen, Orientierung, Beschäftigung, Unterstützung, Sozialpädagogische Begleitung. Es handelt sich um eines der Projekte, mit denen der JHV jungen Menschen für den Einstieg in Arbeit, Ausbildung oder eine weiterführende Qualifizierung vorbereitet. Im Zentrum stehen die Themenfelder Bewerbungstraining, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftspflege sowie Metall/Elektro.
  • „Fit für den Job“ vermittelt lebenspraktische Themen in Seminarform. Die Schwerpunkte: Berufsorientierung und Berufsbilderkennung, Optimierung der Bewerbungsunterlagen, Training von Vorstellungsgesprächen, Erprobung unterschiedlicher Praktika, Erwerb beruflicher Qualifikationen. Arbeitsbereiche sind Metall/Elektro, Garten- und Landschaftspflege, Hauswirtschaft. Fortlaufend trainiert werden Deutsch und Mathematik, Biologie und Allgemeinwissen, Computerarbeit sowie Sozialkompetenzen und Arbeitsmethoden.

Anfang April wählte der Jugendhilfeverein einen neuen Vorstand. Das Votum fiel einstimmig auf Friedhelm Münch aus Löhndorf, sein Stellvertreter wurde Werner Kasel aus Ramersbach.

Am 13. Juni wurde  Elisabeth Graff verabschiedet, die 17 Jahre lang Vorsitzende war und mit Jochen Keller und Gerd Sebastian die Geschicke des Vereins lenkte.

2016
Zusätzlich zu dem Programm „Fit für den Job“ wird nun das Projekt „Fit für den Job für Flüchtlinge“ angeboten, um auch jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren, die aus ihrer Heimat Syrien, Afghanistan, Eritrea u.v.m. geflohen sind, zu helfen sich beruflich und gesellschaftlich eingliedern zu können durch Sprach- und Bewerbungstraining sowie Berufsfelderprobungen bei in- und externen Praktika.

2018
Das Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ startet für junge Menschen, die Probleme mit ihrer Ausbildung haben, aber auch für Ausbilder, Lehrer und Eltern, die den Auszubildenden auf dem Weg zum Ausbildungsende helfen wollen.

2019
„Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ heißt nun „EDDA“ (Erfolgreich durch die Ausbildung) dazu startet ein neues Projekt „JETI“ (Jugendliche entwickeln, trainieren, integrieren), das den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 24 Jahren ermöglicht, sich auf die Berufsreife-Prüfung und die jungen Flüchtlinge mit B1-Abschluss auf die B2-Prüfung vorzubereiten. Es ersetzt das bis Ende 2018 erfolgreiche Projekt „Fit für den Job für Flüchtlinge“.